Ausbildung

Unser Ausbildungsangebot umfasst die Bereiche Klettern, Skibergsteigen und Routenbau. Von der Vorstufe bis zur C-Lizenz bieten wir ein vielfältiges Ausbildungsprogramm auf hohem Niveau. Die Lehrgänge folgen den bundesweiten Ausbildungsstandards und bieten die gleiche Qualität und Anerkennung wie diese.

Die Ausbildung als Kletterbetreuer:in spricht insbesondere ehrenamtlich Engagierte an, die Interesse daran haben, Einsteiger:innen einen sicheren und motivierenden Zugang zum Klettersport zu ermöglichen. Sie dient zugleich als wichtige Grundlage für weiterführende Qualifizierungen, wie beispielsweise den Lehrgang Trainer:in C Sportklettern Breitensport.

Die Ausbildung umfasst sechs Tage. In dieser Zeit werden zentrale Sicherungstechniken und -methoden sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Klettern in künstlichen Kletteranlagen im Indoorbereich.

Die Ausbildung schafft die Basis, um Einsteiger*innen kompetent zu begleiten und den Klettersport sicher, verantwortungsvoll und gleichzeitig ansprechend zu vermitteln.

Voraussetzung
  • Allgemeine Voraussetzungen siehe (Verlinkung zur Startseite Bildung)
  • Mindestens zwei Jahre Klettererfahrung
  • Beherrschen des oberen V. Schwierigkeitsgrades (UIAA), d.h. Klettern von Routen im Vorstieg mit der Schwierigkeit V+ (UIAA) im Begehungsstil Onsight
  • Beherrschen von zwei verschiedenen halbautomatischen Sicherungsgeräten (Autotuber und Hebelgeräte) im Vorstieg
  • Nachweis über eine Ausbildung in Erster Hilfe mit mindestens 9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als zwei Jahre
Inhalte
  • Ausrüstungskunde (PSA)
  • Sicherungstheorie/-technik (Indoor)
  • DAV-Kletterscheine Indoor
  • Grundlagen des aktuellen Technikleitbildes
  • Methodik und Didaktik
  • Betreuen von Kinder- und Erwachsenengruppen
  • Rechts- und Versicherungsfragen, Krisenmanagement

Aufbauend auf dem Basislehrgang Kletterbetreuer:in vertieft diese Ausbildung das spezifische Wissen und die praktischen Fähigkeiten im Klettersport. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der methodischen Vermittlung von Klettertechniken sowie auf ergänzenden Sicherungstechniken. Teilnehmende werden darauf vorbereitet, unterschiedliche Zielgruppen im Breitensport strukturiert und sicher anzuleiten.

Voraussetzung
  • Grundsätzliche Voraussetzungen siehe (Verlinkung zur Startseite Bildung)
  • Kletterbetreuer:in oder JDAV-Jugendleiter:in mit dem Aufbaumodul Sportklettern 1 und 2 mit gültiger Lizenz
  • Erfahrung im Planen, Organisieren und Durchführen von Kletterkursen
  • Beherrschen des oberen VI. Schwierigkeitsgrades (UIAA), d.h.: Klettern von Routen im Vorstieg mit der Schwierigkeit VI+ im Begehungsstil Onsight
  • Beherrschen von zwei verschiedenen halbautomatischen Sicherungsgeräten (Autotuber und Hebelgeräte) im Vorstieg
  • Kenntnis der Inhalte von „Sicher Klettern“ und „DAV Indoor-Kletterscheine“
  • Nachweis über eine Ausbildung in Erster Hilfe mit mindestens 9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als zwei Jahre
Inhalte
  • Erweiterte Sicherungstheorie und -technik (Indoor)
  • Sturztraining
  • Methodik
  • Klettertechnik und –taktik
  • Grundlagen Trainingslehre
  • Planung und Durchführung eines sportartspezifisches Krafttrainings
  • Sicherungs-UpdateRolle des/-r Trainers:in

Der/die Trainer:in C Sportklettern Leistungssport vermittelt umfassendes Wissen und Können für ein sicheres und leistungsorientiertes Klettern mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Disziplinen Lead, Bouldern und Speed im Indoorbereich.

Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung und Vermittlung von Fähigkeiten in den Bereichen Technik, Taktik, Kondition, Koordination sowie mentales Training. Diese Inhalte werden im Rahmen eines strukturierten leistungsorientierten Trainings gezielt an die betreuten Gruppen weitergegeben. Gleichzeitig wird die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefördert.

Ziel ist es, leistungsorientierte Sektionsgruppen in allen drei Disziplinen eigenständig, sicher und nach den aktuellen Sicherheitsstandards des DAV zu leiten und zu coachen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf den Sicherungstechniken und Methoden im Seilklettern Indoor sowie auf den Grundlagen des aktuellen Technikleitbildes. Die Ausbildung ist in zwei aufeinander aufbauende Lehrgänge gegliedert.

Voraussetzung

Teil 1

  • Grundsätzliche Voraussetzungen siehe (Verlinkung zur Startseite Bildung)
  • Kletterniveau VIII (UIAA) oder Boulderniveau FB 6c
  • Trainer- und Wettkampferfahrung oder Erfahrung im Leistungsklettern
  • Beherrschen von zwei verschiedenen Sicherungsgeräten (Halbautomaten)
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 2 Jahre (mind. 9UE)

Teil 2

  • Erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang 1 Trainer C Sportklettern Leistungssport, die nicht länger als zwei Jahre zurückliegt
  • Kletterniveau VIII (UIAA) oder Boulderniveau FB 6c
  • Trainer- und Wettkampferfahrung oder Erfahrung im Leistungsklettern
  • Beherrschen von zwei verschiedenen Sicherungsgeräten (Halbautomaten)
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 2 Jahre (mind. 9UE)
Inhalte

Teil 1

  • Sicherungstheorie und -technik (Indoor)
  • Methodik/Didaktik
  • Grundlagen des aktuellen Technikleitbildes
  • DAV Kletterscheine Indoor
  • Sturztraining

Teil 2

  • Grundlagen Trainingslehre
  • Sportartübergreifende motorische Basisausbildung von Kindern
  • Betreuung von Gruppen/Athlet*innen bei Wettkämpfen
  • Grundlagen eines Koordinations- und Beweglichkeitstrainings
  • Sicherungs-UpdateSysteme der Nachwuchsförderung

Ausbildung

Die Ausbildung DAV Routenbauer:in Breitensport besteht aus drei aufeinander aufbauenden Lehrgängen und vermittelt die erforderlichen Kompetenzen für den sicheren, fachgerechten und zielgruppenorientierten Bau von Bouldern und Routen in künstlichen Kletteranlagen.

Lehrgang 1 vermittelt die Grundlagen des Boulderschraubens. Inhalte sind Arbeitssicherheit, Materialkunde, Montage, Arbeitsabläufe sowie die Gestaltung funktionaler und zielgruppengerechter Boulder.

Lehrgang 2 behandelt den Routenbau im Seilsystem. Die Teilnehmenden erlernen den sicheren Umgang mit der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), den Aufbau und die Nutzung redundanter Seilsysteme sowie grundlegende Rettungstechniken.

Lehrgang 3 dient der Vertiefung und Überprüfung der erworbenen Kenntnisse. Im Mittelpunkt stehen die eigenständige Umsetzung von Routenbauaufträgen, Qualitätsmanagement, Endabnahme und die Beurteilung von Routen und Bouldern. Der Lehrgang schließt mit der Prüfung zur DAV Routenbauer:in Breitensport ab.

Nach erfolgreichem Abschluss sind die Teilnehmenden in der Lage, Routen und Boulder nach dem aktuellen Stand der Technik sicher, qualitätsvoll und zielgruppenorientiert zu planen, zu bauen und freizugeben. Die Lehrgänge können einzeln gebucht werden und werden als Pflichtfortbildung für Trainer:innen der Lizenzstufen C und B Sportklettern Breiten- und Leistungssport mit einer aktiven Lizenz anerkannt.

Voraussetzung

Lehrgang 1

  • Grundsätzliche Voraussetzungen siehe (Verlinkung zur Startseite Bildung)
  • Mindestens drei Jahre Klettererfahrung und Beherrschen des Schwierigkeitsgrades VII. (UIAA) oder 6c (FB)
  • Ein angemessenes Fitnesslevel (Gesundheitliche Eignung und Fitness für mehrstündige Arbeiten mit Hebevorgängen)
  • Erfahrung im Routenbau in der Sektion/Verein von Vorteil
  • Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 2 Jahre

Lehrgang 2

  • Grundsätzliche Voraussetzungen siehe (Verlinkung zur Startseite Bildung)
  • Routenbaukurs M1 und M2b oder Routenbau Lehrgang 1 (neue Bezeichnung)
  • Ein angemessenes eigenes Kletterkönnen
  • Ein angemessenes Fitnesslevel (Gesundheitliche Eignung und Fitness für mehrstündige Arbeiten mit Hebevorgängen)
  • Erfahrung im Routenbau in der Sektion/Verein von Vorteil
  • Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 2 Jahre

Lehrgang 3

  • Erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang M1, M2a, M2a+ und M2b die nicht länger als drei Jahre zurückliegt oder am Lehrgang 1 und 2 Routenbauer*in Breitensport
  • Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 2 Jahre
Inhalte

Lehrgang 1

  • Grundlegendes Handwerk (Material- und Werkzeugkunde, Griffe, Kletterwand, Unterkonstruktionen)
  • sicherheitsrelevante Aspekte
  • Einführung in das Bauen von Bouldern
  • Grundlagen Klettertechnik
  • Normativer Rahmen
  • Charakteristika von vielfältigen, breitensportlichen und modernen Routenbau
  • Do's und dont‘s im Routenbau
  • exaktes Bauen nach Style Vorgabe
  • schnelle Modifikation von Bouldern auf Zielgruppen

Lehrgang 2

  • Normativer Rahmen für Routenbau im Seilsystem in künstlichen Kletteranlagen
  • Sachkunde relevanter Ausrüstung (insbesondere PSAgA)
  • Einführung in den DAV Routenbau Breitensport Ausbildungsstandard zur Arbeit im redundanten Seilsystem
  • Rettung aus PSAgA (Theorie und praktische Rettungsübung)

Lehrgang 3

  • Vorstellung Prüfungskriterien
  • Wiederholung und Vertiefung der Inhalte aus den Lehrgängen M1,M2a/M2a+ und M2b bzw. Lehrgang 1 und Lehrgang 2 (neue Bezeichnung ab 2026)
  • Routenbauplanung und Qualität im Routenbau
  • PSAgA (Theorie und Praxis)
  • Praktische Prüfungsvorbereitung (Simulation)–Bauen, Testen, Optimieren
  • Prüfung (Theorie und Praxis)